Thema



„Millennium“ – die Bezeichnung für ein Jahrtausend – ist das Wort des Jahres. Es spiegelt die Faszination einer „runden“ Jahreszahl und steht fast ausschließlich für das Jahr 2000. Unter dieser Faszination entstand auch das Motto unserer diesjährigen Tagung:

„Tradition und Aufbruch. Die Augenheilkunde zur Jahrtausendwende.“

In allen Fachgebieten der Medizin – und so auch in unserer Augenheilkunde – werden die Zeitintervalle zwischen neuen Erkenntnissen und Entwicklungen in der Forschung sowie ihrer Anwendung immer kürzer. Standortbestimmungen sind fortwährend erforderlich und zentrale Aufgabe der Tagung einer wissenschaftlichen Gesellschaft. Gemeinsam mit der Bielschowsky-Gesellschaft, der Retinologischen Gesellschaft und der DGII werden aus der gesamten Augenheilkunde aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung und der klinischen Forschung dargestellt, um ihren Wert für den klinischen Alltag zu belegen. Denn nur das, was dem Kranken in Diagnostik und Therapie nützt, können wir verantworten. Was als fragwürdig bezeichnet wird, ist häufig nicht nur überflüssig sondern gefährlich. Außerdem werden beträchtliche Mittel vergeudet, die anderweitig fehlen, und Klagen über unzureichende Ressourcen sind abwegig.

Die Bedeutung der Evaluation bestehender und neuer klinischer Verfahren soll daher in einem speziellen Symposium mit dem Thema:

„Derzeitige und zukünftige klinische Studien in der Augenheilkunde“
herausgehoben werden.

Dem internationalen Austausch wird besondere Bedeutung beigemessen, indem neben den Referenten aus dem deutschsprachigen Raum Wissenschaftler aus ganz Europa und Übersee ihre Erfahrungen einbringen und so höchstes Niveau und kritische Auseinandersetzung gewährleisten. Die Internationalität wird weiterhin dadurch betont, dass zwei bilaterale Symposien vorgesehen sind:

Deutsch-Französisches Symposium
Deutsch-Polnisches Symposium.

Zu beiden sind insbesondere junge Wissenschaftler eingeladen worden, die nicht nur die Themen-Kreise des Kongresses bereichern werden, sondern anschließend an einer deutschen Universität hospitieren können.

Unnötige, also behandelbare Blindheit wird sich bis zum Jahre 2020 besonders in der Dritten Welt von 40 auf fast 80 Millionen verdoppeln. Gemeinsam mit der WHO werden wir nationale und internationale Kräfte sammeln, deren Ziel es ist, vermeidbare Blindheit zu beseitigen. Dazu findet ein zentrales Sym-posium statt mit dem Titel:

„Globale Initiative zur Verhütung vermeidbarer Blindheit – Vision 2020“.

Transparenz und Qualitätskontrolle sind unabdingbare Voraussetzung zur Qualitätssicherung unserer augenärztlichen Leistungen. Dies gilt für diagnostische Methoden genauso wie für medikamentöse und operative Maßnahmen, und wir wissen zu gut, dass oftmals die Erfahrungspraxis zur Mutter neuer Theorien wird und umgekehrt, denn auch Erkenntnisse der Grundlagenforschung sind selten anwendungsfern. Insofern wünschen wir uns in der Augenheilkunde eine Vernetzung aller aktiven Gruppen, zwischen den niedergelassenen konservativ tätigen Kollegen, den operierenden Kollegen, den Kliniken und den im Labor tätigen Wissenschaftlern, deren Erfolge und Ergebnisse den Kongress der DOG auszeichnen. Und ganz wichtig ist: für die klinisch tätigen und besonders für die niedergelassenen Kollegen wird bei der Programmgestaltung berücksichtigt, dass für sie interessante Fragestellungen am Wochenende behandelt werden.

Wissenschaft fördert Kontakte und verbindet, national wie international. Hierfür will die DOG – weiterhin und wie schon seit 137 Jahren – eine stabile Basis sein, und jeder Kollege, der aktiv und innovativ tätig ist und der anregen will, ist aufgerufen, diese Basis zu verstärken.

Und wer an der Wissenschaft in der Ophthalmologie interessiert ist oder eigentlich interessiert sein muss, auch um in der gegenwärtigen ökonomischen Situation im Krankenhaus oder in den Praxen bestehen zu können, der muss eine Verbesserung der Qualität anstreben und sich verstärkt den wissenschaftlichen und praktischen Neuerungen verpflichten.

Berlin war schon immer eine Reise wert und wird es ganz besonders zum Kongress der DOG 2000 bleiben.

Anlässlich der 98. Tagung werden von der DOG folgende Preise vergeben:

  • Von Graefe-Preis
  • Elfriede-Aulhorn-Preis
  • Bielschowsky-Preis
  • Forschungspreis der DOG, gestiftet von der Firma Bausch & Lomb Surgical GmbH
  • Forschungspreis für innovative Arbeiten auf dem Gebiet der Vorderabschnitts-Chirurgie, gestiftet von der Firma Pharmacia & Upjohn GmbH
  • Glaukomforschungspreis, gestiftet von der Firma Alcon Pharma GmbH
  • Leonhard-Klein-Preis 2000 zur Förderung der Augenchirurgie
  • Promotionspreis des Hermann-Wacker-Fonds
  • Theodor-Leber-Stipendium 2000
  • Filmpreis, gestiftet von der Firma Domilens
  • Posterpreis der DOG
  • Unterlagen zu den Ausschreibungen können beim Schriftführer der DOG angefordert werden oder aber online eingesehen werden.
    
    
    
    

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