98. Jahrestagung der DOG 2000

K 97

Untersuchungen zur klinischen Relevanz der 3-D-Ultraschallbiomikroskopie

A. Kirchhoff, O. Stachs, H.-P. Vick, R. Guthoff

Einleitung: Die 1990 eingeführte Ultraschallbiomikroskopie ermöglichte eine bessere Beurteilung von pathologischen Veränderungen im "Toten Winkel" des Auges. Durch Erweiterung dieses bestehenden Systems gelang uns über eine digitale Verarbeitung eine 3-D-Rekonstruktion. Ziel der vorliegenden Studie war die Beurteilung der klinischen Relevanz der von uns entwickelten 3-D-Ultraschallbiomikroskopie bei der Darstellung von posterioren Irispathologien und Ziliarkörperveränderungen.

Methoden: Durch Erweiterung eines bestehenden Ultraschall-biomikroskopie- System (Humphrey Instruments) wurde eine dreidimen-sionale Ultraschalldarstellung des vorderen Augenabschnittes möglich. Über eine digitale Bildverarbeitung der B-Scans erfolgte eine 3-D- Rekonstruktion von Pathologien der posterioren Iris und des Ziliarkörpers. Begrenzt war die Darstellung durch die Größe des Tumors, der in seiner Ausdehnung die Größe eines Quaders mit einer Kantenlänge von 5 mm nicht überschreiten durfte.

Ergebnisse: Es gelang eine 3-D- Ultraschalldarstellung von Raum-forderungen wie Iriszysten, Ziliarkörperzysten und soliden Tumoren des Ziliarkörpers und der Iris sowie eine Volumenbestimmung.

Zusammenfassung: Die 3-D-Ultraschallbiomikroskopie erweitert die diagnostische Aussage hinsichtlich Iris- und Ziliarkörperpathologien. Mit dieser Untersuchungsmethode läßt sich eine bessere Beurteilung der Iris- und Ziliarkörperrückflächen und damit auch posterioren Tumoroberfläche erreichen, sowie das Volumen bestimmen.

Augenklinik der Universität Rostock, Doberaner Str. 140, 18057 Rostock



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