98. Jahrestagung der DOG 2000

P 92

Einsatz eines ophthalmologischen Sonographiegerätes zur Mittel- und Hochfrequenzsonographie (10 und 20 MHz) der Hand

W. Schmidt

Hintergrund: Neben konventioneller Radiologie sind MRT und CT bewährte bildgebende Verfahren zur Nativdiagnostik der Hand. In der vorliegenden Studie wird die Wertigkeit der Mittel- und Hochfrequenzsonographie mittels eines ophthalmologischen Standardgerätes zur bildgebenden Diagnostik der Hand untersucht.

Methode: Zur sonographischen Untersuchung der Hand wurde das Sonographiegerät I3 (Innovative Imaging Inc., Sacramento, USA) verwendet. Die Schallköpfe besitzen eine Nominalfrequenz von 10 bzw. 20MHz. Die Ankopplung erfolgt im Wasserbad. Untersucht wurden die knöcherne Kontur sowie die Gelenkflächen von End-, Mittel- und Grundphalanx sowie der Metakarpalia in standardisierten Schnittebenen. Ebenso erfolgte die Untersuchung von Handwurzelknochen und Karpaltunnel.

Ergebnisse: Durch gezielte Wahl der Schnittebene sind die Gelenkflächen der artikulierenden Knochen in hoher Auflösung darstellbar. Die Sehnen der Extensoren und Flexoren lassen sich in ihrer Kontinuität (10MHz) verfolgen. Zusätzlich erlaubt die Hochfrequenzsonographie die Untersuchung der Faserfeinstruktur im Längs- und Querschnitt. Ebenso gelingt die Abbildung der Handmuskulatur im Längs- und Querschnitt.

Diskussion: Die Mittel und Hochfrequenzsonographie ermöglicht nicht invasiv die Darstellung der knöchernen, knorpeligen und Weichteilstruktur der Hand. Unsere ersten Ergebnisse lassen vermuten, daß die Hochfrequenzsonographie der Hand ein relativ kostengünstiges Verfahren zur Erweiterung der Diagnostik bei degenerativen Handerkrankungen bzw. rheumatoider Arthritis oder Trauma ist.

Augenklinik der Justus-Liebig-Universität, Friedrichstr. 18, D-35392 Gießen



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