98. Jahrestagung der DOG 2000

P 758

Transpupillare Thermotherapie (TTT) bei okkulter subretinaler

Neovaskularisation – eine Pilotstudie

B. Fuisting, G. Richard

Einleitung: Die okkulte subretinale Neovaskularisation ist die führende Ursache der Erblindung bei feuchter altersbedingter Makuladegeneration. Ziel der vorliegenden Studie ist, den möglichen Nutzen der TTT zu evaluieren.

Methoden: 50 Patienten mit ein- oder beiseitiger überwiegend okkulter subretinaler Neovascularisation wurden mit dem TTT-Laser behandelt. Es wurde ein infrarotes Diodenlaserlicht der Wellenlänge 810 nm appliziert. Die Expositionszeit betrug in der Regel 60 Sekunden bei einer Fleckgröße von 3000 µm. Eine vollständige ophthalmologische Untersuchung, welche Visus, Spaltlampenuntersuchung, Funduskopie, Fluoreszenzangiographie und Optische Kohärenztomographie (OCT) beinhaltete, wurde vor der Therapie sowie 3 und 6 Monate nach der Lasertherapie durchgeführt.

Ergebnisse: Bei der Mehrzahl der Patienten kam es zu einem raschen Rückgang der Aktivität der CNV. Die Ödembildung, objektiviert mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie, bildete sich schnell zurück. Bei Patienten mit anhaltender Aktivität der CNV konnte 3 Monate nach der ersten Therapie eine weitere Behandlung angeschlossen werden. Aufgrund des angiographischen Bildes besteht die Wirkung in einem Verschluß kleiner choroidaler Gefäße. Gelegentlich können auch retinale Gefäße verschlossen werden. Dennoch ist bei circa 20% der Patienten eine Visusbesserung zu beobachten, bei den meisten Patienten war die Visusentwicklung stabil. Die Metamorphopsien sind deutlich rückläufig.

Diskussion: Eine kontrollierte Multizenter-Studie ist geplant, um die Validität, mögliche Indikationen und das Nebenwirkungsprofil der TTT-Lasertherapie zu untersuchen.

Augenklinik, Universität Hamburg, Martinistr. 52, 20246 Hamburg



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