98. Jahrestagung der DOG 2000

V 745

Retreatment nach Laser-in-situ-Keratomileusis

G. W. K. Steinkamp, M. Baumeister, G. Wellermann, J. Bühren,
M. Brieden, T. Kohnen

Hintergrund: Ziel der Studie ist es, die Nachkorrekturen nach Laser-in situ-Keratomileusis (LASIK) zu bewerten.

Patienten und Methode: Wir berichten über 48 Augen von 29 Patienten, bei denen es nach LASIK-Operation mit dem Gerätesystem Keracor 217 Excimerlaser und Schnittgerät Hansatome zu einer Unter- bzw. Überkorrektur >1 dpt im sphärischen Äquivalent gekommen war. 3 – 4 Monate nach der Primärbehandlung wurden die Augen nach Anhebung des Hornhautflaps mittels erneuter Excimerlaserablation nachkorrigiert.

Ergebnisse: Sowohl die Gruppe der nach myoper astigmatischer LASIK-OP unterkorrigierten als auch die Gruppe der überkorrigierten Augen konnte bis auf 3 Fälle duch das Retreatment in die +/- 1 dpt-Zone um Emmetropie gebracht werden. Auch in den 3 Fällen einer Unterkorrektur nach primärer Behandlung eines hyperopen Astigmatismus konnte durch die Nachoperation eine refraktive Optimierung erzielt werden.

Schlußfolgerung: Durch eine Re-Operation innerhalb der ersten 4 Monate nach LASIK-Operation kann eine deutliche Verbesserung des refraktiven Ergebnisses erzielt werden. Da kein erneuter Keratomschnitt gelegt werden muß, ist das Verfahren technisch einfacher, schwere Komplikationen traten in den von uns behandelten Fällen nicht auf.

Universitätsaugenklinik Frankfurt/Main, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt/Main



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