98. Jahrestagung der DOG 2000

V 741

Laser in-situ-Keratomileusis (LASIK) und mit superiorem Hinge und Scanning-Spot-Excimer-Laser-Ablation zur Korrektur von Hyperopien und hyperopen Astigmatismen

T. Kohnen, G. W. K. Steinkamp und die Frankfurter Arbeitsgruppe für refraktive Chirurgie

Ziel der vorliegenden Auswertung war es, die Laser in situ Keratomileusis (LASIK) für Hyperopien und hyperope Astigmatismen zu bewerten.

Patienten und Methode: 37 konsekutive LASIK-Operationen (Patienten im Alter von 21 bis 60 Jahren) wurden ausgewertet. Als Schnittgerät wurde das Hansatome mit superiorem Hinge eingesetzt (Flapdurchmesser 9,5 mm), die Laserablation wurde mit einem Scanning-Spot Excimer-Laser (Keracor 217) durchgeführt. Die freie, zentrale Ablationzone betrug in allen Fällen 6 mm. Die mittlere präoperative Refraktion lag im sphärischen Äquivalent bei +3,19 dpt (-0,25 bis +5,88 dpt.), die mittlere Sphäre bei +4,27 dpt, der mittlere Astigmatismus bei -2,16 dpt. Augenärztliche Untersuchungen fanden präoperativ, nach 1 und 7 Tagen sowie nach 1 und 4 Monaten statt. Sicherheit, Vorhersagbarkeit, Effektivität und Stabilität der refraktiven Werte wurden mit der Datagraph-Software (Version 1.11) ausgewertet.

Ergebnisse: Nach 1 Monat verloren 9% der Fälle 2 oder mehr Visusstufen, bei 23% wurden 1, bei 0% 2 Visusstufen gewonnen. Mehr als 90% der behandelten Augen lagen postoperativ im Bereich von ± 1,0 dpt. Der unkorrigierte Visus lag nach 1 Monat bei 77% der Augen = 0,5. Eine gute Stabilität der refraktiven Werte fand sich zwischen 1 und 4 Monaten.

Schlußfolgerung: Die LASIK-Operation kann mit superiorem Hinge und 6 mm freier, zentraler Ablationzone zur refraktiven Behandlung von Hyperopien und hyperopen Astigmatismen bis max. 5 dpt. durchgeführt werden.

Universitäts-Augenklinik, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt



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