98. Jahrestagung der DOG 2000

K 740

Diffuse lamelläre Keratitis (DLK) nach Laser-in-situ-Keratomileusis (LASIK): Klininsche und konfokalmikroskopische Befunde

J. Bühren, M. Baumeister, T. Kohnen

Hintergrund: Die vorliegende Arbeit demonstriert klinische und konfokalmikroskopische Befunde von diffusen lamellären Keratiden (DLK), eine sterile Entzündung im Bereich des Flap-Interface, die in den ersten Tagen nach LASIK auftritt.

Methoden: 4 Patienten, mit DLK nach LASIK, LASIK-Retreatment, und Flap-Relifting nach LASIK wurden am 1.-3. und am 7. postoperativen Tag mit Spaltlampe und konfokalem Mikroskop (Confoscan P4, Tomey) untersucht.

Ergebnisse: In allen Fällen war 1-3 Tage postoperativ an der Spaltlampe bei ansonsten unauffälliger Hornhaut ein streifig-granuläres Infiltrat auf Interfaceebene nachweisbar. Die Vorderkammer war reizfrei. Konfokalmikroskopisch fanden sich im Interfacebereich mononukleäre Zellen und Granulocyten. Andere Hornhautschichten zeigten keine Veränderungen. Unter der Therapie mit lokalen Steroiden kam es klinisch in allen Fällen zur Rückbildung des Infiltrates. 7 Tage nach LASIK fanden sich spaltlampenmikroskopisch in zwei Fällen zentral noch Rückstände des Infiltrates. Konfokalmikroskopisch war zu diesem Zeitpunkt keine aktive Entzündung mehr feststellbar: die mononukleären Zellen ließen sich nicht mehr nachweisen, von den Granulocyten war nur noch eine reflektive amorphe Substanz vorhanden.

Diskussion: Die mittels konfokaler Mikroskopie erhaltenen Befunde bestätigen die Annahme, daß es sich bei DLK um eine auf das Interface beschränkte Entzündung handelt. Unter der Therapie mit lokalen Steroiden war in allen Fällen ein ähnlicher Verlauf erkennbar: Nach 7 Tagen waren von dem anfänglich vorhandenen zellulären Infiltrat allenFalls Rückstände nachweisbar. Die Tatsache, daß in unserer Fallserie auch zwei Fälle vorhanden sind, in denen ein präformierter LASIK-Flap mit einem Spatel präpariert wurde, und nur in einem dieser beiden Fälle eine Photoablation mit dem Excimer Laser erfolgte, deutet auf eine muktifaktorielle Genese der DLK hin.

Universitätsaugenklinik Frankfurt/Main, Theodor-Stern-Kai 7, D-60590 Frankfurt/Main



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