98. Jahrestagung der DOG 2000

V 732

Korneale optische Kohärenztomographie vor und nach phototherapeutischer Keratektomie

C. Wirbelauer, C. Scholz*, H. Hoerauf, R. Engelhardt*, R. Birngruber*,
H. Laqua

Einleitung: Die korneale optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht eine präzise Biomorphometrie der Hornhaut. In dieser Untersuchung sollte der Heilungsverlauf nach phototherapeutischer Keratektomie (PTK) mittels Excimer-Laser überprüft werden.

Patienten und Methoden: In einer kontrollierten klinischen Studie wurden konsekutiv 13 Patienten mit einer rezidivierenden Erosio corneae (10) oder mit anderen Epitheldystrophien (3) mittels Abrasio und PTK behandelt. Neben einem vollständigen ophthalmologischen Status wurden vor, unmittelbar postoperativ und nach 7 Wochen Untersuchungen mit der spaltlampen-adaptierten OCT durchgeführt. Neben der Messung von Hornhaut- und Epitheldicke wurden subepitheliale Veränderungen mit dem klinischen Bild korreliert.

Ergebnisse: Die mittlere präoperative zentrale Hornhautdicke lag bei 535± 27 µm. Sie verringerte sich unmittelbar postoperativ auf 493± 38 µm und erhöhte sich nach 7 Wochen auf 513± 25 µm. Die mit der OCT ermittelte Epitheldicke war präoperativ im Mittel 75± 13 µm und 7 Wochen postoperativ 62± 6 µm. Im Heilungsverlauf korrelierten subepitheliale Trübungen in einigen Fällen mit einer Erhöhung der OCT-Reflektivität im vorderen Stroma.

Schlußfolgerung: Die Untersuchung der Hornhaut mittels OCT vor und nach PTK konnte wichtige Informationen zur Hornhautmorphologie liefern. Die korneale OCT ermöglicht somit eine genaue Beurteilung des Heilungsverlaufes bei phototherapeutischen und photorefraktiven Eingriffen.

Augenklinik der Medizinischen Universität zu Lübeck;
* Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH



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