98. Jahrestagung der DOG 2000

K 699

Indocyanin-Grün Angiographie bei Aderhautmetastasen

L. Krause, F. Servetopoulou, N. E. Bechrakis, K. M. Kreusel

Einleitung: Die Diagnose Aderhauttumoren basiert insbesondere auf der Funduskopie und der Ultraschalluntersuchung. Mit Hilfe der Fluoreszenzangiographie (FA) und der Indocyanin-Grün Angiographie (ICG-A) können die Vaskularisierungseigenschaften dieser Tumore charakterisiert werden, die in der Differentialdiagnose hilfreich sein können. Ziel der Studie war es, ICG angiographische Befunde von Aderhautmetastasen zu charakterisieren und mit den Befunden bei Aderhautmelanomen zu vergleichen.

Methoden: In den Jahren 1996-99 untersuchten wir 55 Augen (11 Aderhautmetastasen und 44 Aderhautmelanome) mit dem Scanning Laser Ophthalmoscope (SLO). Die Diagnose der Aderhautmetastasen wurde durch den in allen Fällen gefundenen Primärtumor gesichert (6 Bronchialkarzinome, 5 Mammakarzinome).

Ergebnisse: 95% der malignen Melanome zeigten eine Blockade der Hintergrundfüllung in den frühen und mittleren Phasen des Angiogramms. In allen Tumoren ließen sich große tumoreigene Gefäße nachweisen, die die Färbeeigenschaften dieser Tumore bestimmten.

Bei den Aderhautmetastasen fand sich ebenFalls eine Blockade der Hintergrundfüllung, aber im Gegensatz zu den Melanomen wiesen die Metastasen nur wenige tumoreigene Gefäße auf und zeigten eine charakteristische fleckförmige Färbung.

Diskussion: Die von uns untersuchten Aderhautmelanome und Aderhautmetastasen wiesen jeweils unterschiedliche Färbeeigenschaften in der ICG-A auf, die bei der Differentialdiagnose dieser Tumore hilfreich sein kann.

Augenklink, Universitäts-Klinkum Benjamin Franklin, FU Berlin, Hindenburgdamm 30, D-12200 Berlin



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