98. Jahrestagung der DOG 2000

P 691

Transpupillare Thermotherapie (TTT) bei malignem Aderhaut-Melanom

B. Fuisting

Einleitung: Kleine Melanome der Aderhaut oder apikale Resttumoren sind ein schwierig zu behandelndes Problem in der Tumortherapie. In der vorliegenden Studie wird die Wirksamkeit der TTT untersucht.

Methoden: Patienten mit fluoreszenzangiographisch nachgewiesener Restaktivität bei Z.n. Ruthenium-Applikatoraufnähung bei malignem Aderhautmelanom oder kleinem Melanom der Aderhaut wurden mit dem TTT-Laser behandelt. Dabei wurde ein infrarotes Diodenlaserlicht der Wellenlänge 810 nm mit einer Fleckgröße von ³ 3000 µm für etwa 60 Sekunden im Bereich der Tumorgefäße appliziert. Eine ophthalmologische Untersuchung inklusive Fluoreszenzangiographie wurde vor sowie 3 und 6 Monate nach der TTT-Therapie durchgeführt.

Ergebnisse: Bei fast allen Patienten kam es innerhalb der ersten Woche nach TTT-Lasertherapie zu einem fast vollständigen Verschluß der behandelten Tumorgefäße. Bei Patienten, bei denen nach 3 Monaten noch eine Aktivität im Tumorbereich zu erkennen war, war eine erneute Laserbehandlung problemlos möglich.

Diskussion: Die transpupillare Thermotherapie ist eine wirksame Therapieoption bei Patienten mit einem apikalen Resttumor oder kleinem Melanom der Aderhaut. Bisher war bei keinem Patienten eine erneute Brachytherapie oder Enukleation des Auges erforderlich.

Augenklinik, Universität Hamburg, Martinistr. 52, 20246 Hamburg



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