98. Jahrestagung der DOG 2000

K 592

Profilometrie der Hornhaut mit optischer Kohärenz-Tomographie

C. Scholz, C. Wirbelauer*, P. Koch, R. Engelhardt

Einleitung: Die optische Kohärenztomographie (OCT) ermöglicht neben einer präzisen Biomorphometrie eine kontaktfreie quantitative Analyse der Hornhautkurvatur. In dieser Untersuchung sollte die Meßgenauigkeit und Reproduzierbarkeit dieses Verfahrens überprüft werden.

Methoden: Mit einem spaltlampen-adaptierten OCT-Gerät wurden normierte Stahlkugeln sowie Hornhäute von 15 Patienten in vivo untersucht. Die Oberflächendaten der zweidimensionalen Schnitte wurden analysiert und die Hornhautkontur rekonstruiert. Daraus konnte das korneale Profil angenähert werden. Vergleichsmessungen erfolgten mit dem Ophthalmometer (Zeiss) und der kornealen Topographie (EH-290, Alcon).

Ergebnisse: Vergleichende Messungen an normierten Stahlkugeln ergaben eine weitestgehende Übereinstimmung in einem gemessenen Bereich (r=0,99; P<0,0001). Der untersuchte Bereich entsprach einem Brechkraftäquivalent von 23 bis 85 Dioptrien. Im Vergleich zu den Referenzverfahren konnte die OCT-Profilometrie der Hornhaut ebenFalls eine gute Übereinstimmung festgestellt werden. Allerdings führten Bewegungsartefakte zu Meßungenauigkeiten, so daß für den klinischen Gebrauch die mathematische Analyse auf 30 Stützpunkte begrenzt und somit die Aufnahmedauer auf 0,3 s reduziert werden konnte.

Schlußfolgerung: Eine Profilometrie der kornealen Kurvatur ist mit der OCT-Methode möglich. Durch eine weiterführende Analyse der zweidimensionalen Schnittbilder kann neben der vorderen Kurvatur auch die hintere Krümmung beurteilt und somit die Bestimmung der gesamten Hornhautbrechkraft ermöglicht werden. Schließlich ist auch eine vollständige, dreidimensionale Bestimmung der Hornhautstruktur realisierbar.

Medizinisches Laserzentrum Lübeck GmbH;

*Augenklinik der Medizinischen Universität zu Lübeck



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