98. Jahrestagung der DOG 2000

V 533

Amblyopie und andere kindliche Sehstörungen:
Screeningstrategien im internationalen Vergleich

A. Neugebauer, M. Reier, S. Schlichtherle, J. Fricke, W. Rüssmann

Die aktuelle Strategie des Screenings auf kindliche Sehstörungen in der Bundesrepublik Deutschland wird häufig kritisiert.

Sowohl im Hinblick darauf, welche Qualifikation der Untersucher in einem idealen Screeningmodell aufweisen sollte (Allgemeinarzt, Kinderarzt, Augenarzt, Orthoptistin), als auch im Hinblick darauf, welche Untersuchungen durchgeführt werden sollten, besteht eine rege Diskussion, in die sowohl medizinische als auch gesundheitsökonomische Überlegungen eingebracht werden müssen.

Ziel der vorliegenden Untersuchung war es zu erfassen, welche Screeningmodelle derzeit international realisiert sind und ob Analysen hinsichtlich der Effizienz dieser Programme vorliegen. Insbesondere sollte geklärt werden, ob innerhalb der Europäischen Union vergleichbare Screeningstrategien etabliert sind.

Mittels Fragebogen wendeten wir uns an 183 der Mitgliedsstaaten der WHO. Erfragt wurde, ob ein Screeningprogramm etabliert ist, ob die Teilnahme am Screening freiwillig oder obligatorisch ist, in welchem Alter die Kinder untersucht werden, wer die Untersuchungen durchführt, welche Untersuchungen durchgeführt werden, wo untersucht wird und welche Nachuntersuchungen bei auffälligen Befunden eingeleitet werden. Ferner wurden Fragen zu den Kostenträgern und zu eventuell vorliegenden Effizienzanalysen gestellt.

Universitäts-Augenklinik Köln, J.-Stelzmann-Str. 9, D-50931 Köln



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