98. Jahrestagung der DOG 2000

V 514

Ein-Jahres-Ergebnisse nach kontrollierter Zyklophotokoagulation (COCO)

J. Wahl1, K. Odum2, S. Schmickler2, R. Gerl2

Hintergrund: Die kontrollierte Zyklophotokoagulation (COCO) verwendet die in Echtzeit gemessene Transmissionsänderung des koagulierten Gewe-bes zur Zeit- und damit Dosierungssteuerung.

Material und Methode: Glaukompatienten, bei denen medikamentöse Therapie nicht ausreichte und bei denen ein chirurgischer Eingriff entweder nicht (mehr) erfolgversprechend oder zu riskant erschien, wurden mit COCO behandelt und über mindestens ein Jahr nachbeobachtet. Der größte Teil von ihnen war ein- oder mehrfach voroperiert. Dokumentiert wurden postoperativer Reizzustand (Laser-Flare-Meter), Augeninnendruck und Anzahl der noch benötigten Antiglaukomatosa.

Ergebnisse: Von den bisher nachuntersuchten Augen war nach einem Jahr bei 30% die Tensio ohne zusätzliche Tropfentherapie gut reguliert. Die durchschnittliche Drucksenkung aller Augen lag bei 24%. Postoperativ bestand im Vergleich zu präoperativ nur ein geringer Vorderkammerreiz. Schwerere Komplikationen wurden nicht beobachtet.

Diskussion: Die erreichte Drucksenkung, die Reduktion der Glaukommedi-kation, vor allem aber die fast vernachlässigbare Komplikationsrate sowie die Patientenzufriedenheit lassen es vertretbar erscheinen, die die Indika-tion der COCO auch auf weniger fortgeschrittene Glaukome auszudehnen.

1Universitätsaugenklinik Mainz, 2Augenklinik Ahaus



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