98. Jahrestagung der DOG 2000

V 467

Funktionelle Ergebnisse nach photodynamischer Therapie mittels Verteporfin (V-PDT) von chorioidalen Neovaskularisationsmembranen (CNV)

F. Gelisken, W. Inhoffen, U. Schneider, M. Völker, M. A. Köksal, I. Kreissig

Einleitung: Bei subfovealen CNV bietet die V-PDT eine Möglichkeit, die Progression der Membran zu verlangsamen. Die Reaktion von Netzhaut/Aderhaut auf V-PDT innerhalb von 10 Tagen wurde mittels erweiterter Diagnostik untersucht.

Patienten und Methoden: 25 Augen mit subfovealen klassischen CNV von 24 Patienten wurden mittels V-PDT nach Standardprotokoll behandelt. Zur Basisuntersuchung gehörten u.a.: Fernvisus, NaF-Angiographie, Mikroperimetrie (Rodenstock SLO) und OCT (Humphrey Instr.). Diese Untersuchungen wurden nach Behandlung wiederholt (8-14 Tage nach V-PDT) und die Ergebnisse mit denen der Basisuntersuchungen verglichen.

Ergebnisse: Bei allen Patienten waren Rückgang sowohl der Leckagen im Angiogramm, als auch von neurosensorischen Abhebungen und Netzhautödemen nachweisbar. Dies korrelierte jedoch nicht mit Visus- und Gesichtsfeld-Entwicklungen, sowie Fixationsverhalten, da sowohl Verbesserungen wie auch Verschlechterungen möglich waren.

Diskussion: Die Variabilität von Visus, Gesichtsfeld und Fixationsverhalten bei gleichzeitigen Rückgang der Leckage und damit des Ödems, spricht dafür, daß ein weiterer Faktor (außer Leckage/Ödem) für die Sehentwicklung nach Behandlung wichtig ist. Denkbar ist z.B. eine Schädigung des RPE durch V-PDT, welche unterschiedlich ausFallen könnte, da der RPE Zustand vor Behandlung variabel ist (unterschiedlich lange bzw. starke Schädigung durch die CNV). Ob das individuelle Kurzzeitverhalten für die Erfolgsaussichten nach 1-2 Jahren ausschlaggebend ist, bleibt abzuwarten.

Universitäts-Augenklinik, Abteilung Netzhaut- und Glaskörperchirurgie, Schleichstr. 12, D-72076 Tübingen

 



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