98. Jahrestagung der DOG 2000

R 423

Choriokapillaere Endothelzellkultur : ein in-vitro-Angiogenesismodell

A. Zubilewicz*, J. C. Jeanny**, G. Soubrane***, F. Mascarelli **

Zielsetzung: Die Zielsetzung dieser Studie ist es reine CEZ Kulturen zu etablieren und den Einfluß verschiedener Wachstumsfaktoren, insbe-sondere FGF2 und VEGF, auf ihr Überleben und Proliferationsverhalten zu untersuchen.

Material und Methoden:
Bovine CEZ wurden nach der Methode von Hoffman et al., 1998, mit Hilfe von Polystyrene Superparamagnetic Beads isoliert, die mit Licopersion esculentum beschichtet sich spezifisch an Fucose Molekuele der Endothelzellen binden. Die endothele Natur der Zellen wurde mit Hilfe einer immunhistochemischen Technik und anti Faktor van Willebrand Antikoerper bestätigt. Die Proliferation und das Ueberleben dieser Zellen in Präsenz von FGF2 und Vegf wurden mit Hilfe einesMallasez Haemazytometer untersucht. Die endogene Produktion von FGF2 und die Aktivation intrazellulaerer Signalproteine wurden mit spezifischen Antikoerpern in Westernblots untersucht.

Ergebnisse: Die Isolierung der CEZ mit dieser Methode ergab reine Endothelzellkulturen, wie wir mit anti van Willebrand und anti CD31 AK nachweisen konnten. Die CEZ Proliferation und ihr Überleben sind maximal in Endothelial Growth Medium angereichert mit 5% fetalem Kaelberserum, humanem Epidermal Growth Faktor (1 m g/ml), bovinem Hirnextrakt (12 m g/ml) und Hydrocortison (1m g/ml). Unter Beigabe von FGF (15ng/ml) und VEGF (15ng/ml) konnte der Metabolismus der CEZ allerdings sogar in serumdeprivierten Medium aufrechterhalten werden. CEZ in Kultur produzieren monomerisches und dimerisches FGF2. Fgf2-induzierte CEZ Proliferation ist abhaengig von einer ERK1 und 2 Aktivation. MEK1 PD98059 Inhibition des ERK Pathways blockiert FGF2 vermittelte CEZ Proliferation.

Schlussfolgerung: Die CEZ Kultur stellt ein sehr gutes in vitro Modell zur Studie des Effekts verschiedener angiogenetischer Faktoren dar. In weiteren Studien werden wir antiangiogenetische Molekuele in diesem System testen. Das bessere Verstaendniss der Mechanismen choroidaler Neovaskularisationen kann wertvoll fuer die Entwicklung neuer therapeutischer Moeglichkeiten der senilen Makulardegeneration sein.

   *Tadeusz Krwawicz Chair of Ophthalmology and 1st Eye Hospital, Medical University School, Lublin, Poland,
 ** Unite 450, INSERM, Paris, France,
*** Clinique Ophtalmologique de Creteil, Creteil, France



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