98. Jahrestagung der DOG 2000

K 409

Keratokonjunktivitis vernalis (VKK)

I. Tomida, T. Schlote, M. Zierhut

Der Effekt der zusätzlichen topischen Applikation von CsA2%-AT in der Behandlung der AKK und VKK sollte evaluiert werden.

Methoden: Die Daten von 26 Patienten mit AKK (Gruppe 1) und 12 mit VKK (Gruppe 2) mit nicht ausreichender Symptombesserung unter der üblichen Lokaltherapie mit Antihistaminika, Mastzellstabilisatoren, oder Lodoxamid (selten auch Corticosteroide, n=6) und welche daher ergänzend CsA2%-AT drei- bis viermal täglich erhalten haben, wurden nach einer Beobachtungszeit zwischen 3 und mehr als 24 Monaten retrospektiv ausgewertet. Scores für die angegebenen Symptome (Brennen, Epiphora, FK-Gefühl, Schmerzen, Blepharospasmus) wurden je nach Häufigkeit und Ausprägungsgrad als auf einer Skala von 0 (keine) bis 25 (maximale subjektive Symptomausprägung) aufgestellt und daraus ein "Summenscores" gebildet.

 

Ergebnisse:

(Auswahl)
Atopische K.K. (Vorbefund) Atopische K.K. (letzter Befund) Vernale K.K. (Vorbefund) Vernale K.K. (letzter Befund)
Subtarsale Papillen 96,2 % 77,3% reduziert

4,5 % keine
100 % 80 % reduziert

20 % keine
Konjunktivaler Reizzustand 92,3 %

50,0 % reduziert

22,7 % keinen

91,7 %

50 % reduziert

400 % keinen

Blepharo-spasmus 34,6 % 100 % keinen 25,0 % 90,0 % keinen

Trantas dots 34,6 % 30,8 % reduziert

69,2 % keine
25,0 %

40 % reduziert

60 % keine

Die subjektive Symptomatik konnte nach zusätzlicher Gabe von Cs%-AT wesentlich verbessert werden. Der Medianwert auf der subjektiven Symptomen-Skala konnte in der Gruppe 1 von 16,06 (±4,04; Vorbefund) auf 9,08 (±2,94; letzter Befund), in der Gruppe 2 von 13,58 (±3,42; Vorbefund) auf 8,10 (±2,47; letzter Befund) deutlich reduziert werden.

Schlußfolgerung: Die zusätzliche Therapie mit CsA2%-AT führt zur Besserung der subjektiven und objektiven Zeichen der AKK und VKK bei den meisten Patienten.

Universitäts-Augenklinik, Abt. I, Schleichstr. 12-16, D – 72076 Tübingen



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