98. Jahrestagung der DOG 2000

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Laserbehandlung beim Sturge-Weber-Syndrom

U. Voigt1, H. Konrad2, J. Strobel1, U. Wollina2

Einleitung: Das Sturge-Weber Syndrom stellt mit seinen kosmetischen und ophthalmologischen Komplikationen häufig eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Mittels verschiedener Laser können Komplikationen behandelt und kosmetische Korekturen erreicht werden.

Material und Methoden: Wir berichten über einen 32-jährigen Patienten mit ausgeprägten Sturge-Weber Syndrom. Außer dem ausgedehnten Naevus flammeus der rechten Gesichtshälfte ist das gesamte rechte Auge in das Krankheitsbild einbezogen, einschließlich eines schmerzhaften Sekundärglaukoms.

Wir behandelten das Sekundärglaukom mittels Cyclophotocoagulation (CPC) mit dem Diodenlaser. Im Wangenbereich wurden mit dem Argonlaser (514/529nm) koaguliert. Die weitere Koagulation besonders im Bereich der Lider erfolgte mit dem Pro-Yellow-Laser (577nm).

Ergebnisse: Nach der CPC wurden Druckwerte im Normbereich erreicht. Nach Argon- und nach Pro-Yellow-Laser-Koagulation bildeten sich die Anteile des Naevus flammeus gut zurück. Der Argonlaser war schmerzhafter, es zeigte sich eine Neigung zur Narbenbildung im Vergleich zur Pro-Yellow-Laser-Koagulation.

Diskussion: Die CPC ist zur Behandlung des Sekundärglaukoms gut geeignet. Der Pro-Yellow-Laser ermöglicht eine schonende und kosmetisch günstigere Koagulation der cutanen Hämangiome. Dies wird durch die bessere Absorption der 577nm direkt in den Gefäßen ermöglicht.

1Augenklinik und 2Hautklinik, Fridrich-Schiller-Universität, Jena



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