98. Jahrestagung der DOG 2000

R 373

Bildgebende Verfahren in der Ophthalmologie

U. Fries

Mit der bildgebende Diagnostik hat die Medizin eine rasante Entwicklung genommen und ein neues pathophysiologisches Verständnis vieler Krankheitsbilder erhalten. Dieser Aufschwung führte zu stark expandierendem Budget der bildgebenden Verfahren (bis über 50% der Aufwendungen von Großkliniken). In der opthalmologischen Diagnostik sind diese vielfältigen Untersuchungstechniken nicht mehr wegzudenken. Hauptkategorien in vivo sind optische, akustische, radiologische, magnetische und sinnesphysio-logische Anwedung. Die optischen Verfahren der okulären Diagnostik lassen sich einerseits in fotografische unter evetueller Kontrastmittelanwendung mit konventioneller oder digitaler Dokumentation (Foto, Video, Angiographie) und andererseits solchen mit Scanningverfahren in Transmissions- oder Aufblickabtastung (Hornhaut- topographie, OCT, SLO) unterscheiden. Eine Sonderstellung nehmen noch die Endoskope ein, welche zur subretinalen sowie Tränenwegs-Chirurgie Anwendung finden. Die akustischen Verfahren haben sich in der Gesamtmedizin zur umsatzmäßig größten Gruppe entwickelt, sie ermöglichen im Schnittbild bioeffektarme Informationen mit der Option der Gewebecharakterisierung und Gefäßbeurteilung (Doppler / Duplex). Erst seit kurzem wird der diagnostische Ultraschall mit der Ap- plikation von lungengängigen Kontrastverstärkern invasiv. Die radiologischen Verfahren haben sich vom konvetionellen Röntgenbild über Tomographie und Angiographie bis hin zum Spiral-CT mit multiplanarer Rekonstruktion und kinetischem sowie 3D-CT enwickelt. Die Informationen sind für die periorbitale Diagnostik insbesondere der knöchernen Strukturen wertvoll. Die scinitigraphischen Techniken konntenm sich in der ophthalmologie bisweilen nicht durchsetzen. Die Magnetresonanzto- mographie ermöglicht mit der entwicklung offener Systeme auch Interventionen und dynamische Darstellung (Angio) von Weichteilprozessen. Zunehmend erfolgen durch bildgebende Verfahren gesteuerte Interventionen. Eine Sonderstellung nehmen die sinnesphysiologischen Anwendungen ein, hier ist die Mithilfe des Patienten erforderlich (Perimetrie), die erhobenen Daten werden aufgearbeitet und stehen zur statistischen Analyse im Rahmen von Verlaufsbeobachtungen zur Verfügung.

Die Bildgebung ermöglich subtile Diagnostik und erforderlichnFalls Interventions-planung.

Augenabteilung, Johanniter-Krankenhaus, Johanniterstr. 3-5, D - 53113 Bonn



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