98. Jahrestagung der DOG 2000

K 354

Transsklerale optische Kohärenz-Tomographie – erste experimentelle und klinische Ergebnisse

H. Hoerauf, R. Gordes, C. Scholz, R. Engelhardt, J. Winkler, R. Birngruber

Einleitung: Ziel der vorliegenden Studie war die Bewertung einer neuen Optischen Kohärenz-Tomographie-Methode zur transskleralen Darstellung des Kammerwinkels und des Ziliarkörpers.

Material und Methode: Die Untersuchung wurde mit einem Handapplikator und später mit einem spaltlampen-adaptierten Prototyp durchgeführt. Als Lichtquelle wurde eine Superluminizenz-Diode mit einer Wellenlänge von 1310 nm verwendet. Die Scan-Frequenz betrug 60Hz und die Zahl der lateralen Scans war zwischen 100 und 400 variierbar. Es wurden enukleierte menschliche Bulbi untersucht und erste in vivo Untersuchungen an gesunden Probanden durchgeführt.

Ergebnisse: Durch die Verwendung einer Infrarot-Lichtquelle ist eine transsklerale vollständige Darstellung des Kammerwinkels und damit eine reproduzierbare Kammerwinkelmessung möglich. Der Ziliarkörper konnte dargestellt werden, jedoch mit reduzierter Auflösung. Eine Penetration des Pigmentblattes der Iris war nicht möglich.

Schlußfolgerung: Die Transsklerale OCT stellt eine neues hochauf-lösendes bildgebendes Verfahren zur Darstellung des Kammerwinkels dar und kann Diagnostik und Dokumentation bei Glaukompatienten vereinfachen. Die einfache und wenig invasive Durchführung stellt einen Vorteil gegenüber der Hochfrequenz-Ultraschallmethode dar.

Klinik für Augenheilkunde der Medizinischen Universität zu Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck



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