98. Jahrestagung der DOG 2000

K 265

Korrelationen zwischen chirurgischen Techniken und postoperativen Endophthalmitis bei der Kataraktoperation

I. Tsinopoulos1,2, P. Kalpadakis1, A. Alexandridis2, C. Chrysafis1, P. Brazitikos2, N. Stangos2

Einleitung: Ziel dieser Studie war die Untersuchung der Entwicklung der Endophthalmitis nach Kataraktoperation in Patienten mit schlechten Lebensbedingungen und die Beantwortung der Frage, ob Korrelationen zwischen den chirurgischen Methoden und der postoperativen Endophthalmitis existieren.

Methoden: Insgesamt sind 2446 Fälle mit Kataraktoperation (nach der Anwendung der extrakapsullaren Methode bzw. der Phakoemulsifikation) ausgewertet. Zeitraum der Auswertung: Januar 1996 bis Januar 1999. Ort der Auswertung: Augenklinik des Komotini Staatskrankenhauses in Griechenland.

Ergebnisse: Die gesamte Häufigkeit der Endophthalmitis nach der Kataraktoperation war 0,81% (20/2446). Die Häufigkeit nach der Anwendung von ECCE war 1.12% (12/1055) und nach der Phakoemulsifikation 0.57% (8/1391). Der Zeitraum von der operativen Behandlung bis zur Entwicklung der Endophthalmitis betrug 23 Tage mit der Phakoemulsifikation und 73 Tage mit ECCE.

Diskussion: Wir haben diesen Unterschied statistisch gemessen und für signifikant gehalten. Endophthalmitis scheint sich wesentlich später zu entwickeln, wenn die ECCE Methode statt der Phakoemulsifikation angewendet wird. Faktoren wie die hygienischen Verhältnisse, die zur Endophthalmitis führen können, scheinen im Fall der Phakoemulsifikation viel mehr kontrollierbar zu sein. Infolgedessen sollte Phakoemulsifikation die bevorzugte Methode für die Behandlung der postoperativen Endophthalmitis bei kataraktoperierten Patienten sein, die unter schlechten hygienischen Verhältnisse leben.

1Augenklinik des Staatskrankenhauses, Komotini, Griechenland

2Augenklinik der Aristoteles Universitat, Thessaloniki, Griechenland



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