98. Jahrestagung der DOG 2000

P 2

Mögliche Risiken eines Blaulichtschadens der Netzhaut durch eine neue Generation weißes Licht emittierender LEDs

K. A. Breidenbach, R. Schwartz, W. Wöllmer

Einleitung:Besonders für die helle Beleuchtung kleiner Flächen, z. B. für Leseleuchten in Flugzeugen und Bahn wurden neue LED’s entwickelt, die einen sehr kleinen Durchmesser bei extremer Helligkeit aufweisen. Die Risiken dieser lichtstarken Leuchtmittel für das menschliche Auge wurden für unterschiedlichen Bedingungen berechnet.

Methode:Die von uns verwendeten LED’s entsprachen der InGaN-Technologie. Eine blaues Licht emittierende LED wird dabei von einem YAG-Phosphor-Mantel überzogen, um das Spektrum in den weißen Bereich zu verschieben. Der Durchmesser der LED’s betrug 3 bzw. 5 mm, der Austrittswinkel lag zwischen 15° und 20° bei einer Intensität von 2-4 cd. Die Risiken sind im Wesentlichen vom Pupillendurchmesser, der Lichtintensität und dem Abstand zur Lichtquelle, Expositionszeit und spektrale Zusammensetzung des emittierten Lichtes abhängig.

Ergebnisse:In unserer Studie wurden die oben genannten Parameter variiert und der Einfluß auf einen möglichen Blaulichtschaden untersucht. Hierbei wurden die Richtlinien und Grenzwerte der „International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection" zugrundegelegt.

Diskussion:Unsere Untersuchungen ergaben, daß durchaus Situationen denkbar sind, in denen ein Blaulichtschaden der Netzhaut durch die neu entwickelten LEDs mit hoher Lichtintensität entstehen kann. Aus Sicherheitsgründen sollte daher für diese Fälle ein Warnhinweis erfolgen.

Universitäts-Augenklinik Eppendorf, Martinistr. 52, D - 20246 Hamburg



Zurück