98. Jahrestagung der DOG 2000

K 162

MRI von Gefäßvolumen und zellulärem Uptake beim experimentellen chorioidalen Aderhautmelanom mit MION (superparamagnetic
monocrystalline iron oxide nanoparticles) als Kontrastmittel

M. Krause1, J. Xiong1, K. K. Kwong2, E. S. Gragoudas1, L. H. Y. Young 1

Einleitung: Funktionelles MRI ermöglicht hohe Gewebeauflösung und präzise Messung physiologischer Parameter in vivo. Die vorliegende Studie untersuchte im Tiermodel Gefäßvolumen und zelluläres Uptake des Ader-hautmelanoms mit MION als neuem intravaskulärem Kontrastmittel.

Methoden: Pigmentierte Aderhautmelanome wurden bei 11 neuseeländ-ischen Albino-Kaninchen induziert. 6 der 11 Tumore erhielten vor MRI photodynamische Therapie (PDT). In vivo MRI Untersuchungen wurden mit einem 1.5 Tesla GE Signa System durchgeführt (3D-spoiled gradient echo- (SPGR)- Sequenzen) und T1- und T2- gewichtete axiale Bilder erstellt (5/22/35º und 50/61/10º (TE/TR/Flip)). Sequenzen wurden ohne Kontrastmittel angefertigt sowie <1h und >24h nach i.v. Gabe von 1.5mg/kg MION. Signalintensitäten wurden in Tumor, Ziliarkörper, Chorioidea und Iris sowie relativ zur Signalintensität des Glaskörpers bestimmt.

Ergebnisse: In unbehandelten Tumoren wurden <1h nach Gabe von MION signifikante Veränderungen der relativen T2 Signalintensität gemessen (p=0.04). Auch nach 24h und 48h waren die Veränderungen nachweisbar. In behandelten Tumoren waren die Veränderungen der relativen T2 Signalintensität nach Gabe von MION signifikant geringer im Vergleich zu unbehandelten Tumoren. Entsprechende Ergebnisse T1 gewichteter Sequenzen waren weniger ausgeprägt.

Schlußfolgerungen: MION läßt sich für funktionelles MRI chorioidaler Melanome einsetzen, um Gefäßvolumina und zelluläres Uptake zu ermitteln. Der substantielle Unterschied T2 gewichteter Signalintensitäten unbehandelter und behandelter Melanome ist Ausdruck eines reduzierten Gefäßvolumens und eingeschränkter zellulärer Funktion nach PDT.

1Massachusetts Eye and Ear Infirmary, Department of Ophthalmology

2Massachusetts General Hospital- Nuclear Magnetic Resonance Center

1,2Harvard Medical School, Boston, MA, USA

Unterstützung: NIH EY 10975, Mass. Lions Eye

Res. Fund, DFG Grant Kr 1918/1-1, 1918/1-2



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