98. Jahrestagung der DOG 2000

P 11

Vergleich der Synthese von Extrazellulärmatrixproteinen
in Irispigmentepithelzellen und retinalen Pigmentepithelzellen in vitro

A. Lappas,T. Berndt, A. M. H. Foerster, B. Kirchhof

Einleitung: Irispigmentepithelzellen (IPE) werden als Alternative von retinalem Pigmentepithel (RPE) zur Transplantation in den Subretinalraum untersucht. Es konnten bisher einige funktionelle Gemeinsamkeiten zwischen IPE und RPE Zellen, z.B. hinsichtlich der Phagozytosefunktion gezeigt werden. In dieser Untersuchung wurde die Expression von Extrazellularmatrixproteinen in IPE und RPE Zellen in vitro verglichen.

Methoden: Porcine IPE und RPE Zellen wurden isoliert und auf Kulturschalen kultiviert. Nach einer Inkubation der Zellen von vier Wochen wurden eine Fixierung mit Methanol vorgenommen. Antikörper gegen zelluläres Fibronektin, Laminin, Kollagen I und Kollagen IV wurden appliziert. Nach Markierung mit sekundären fluoreszierenden Antikörpern wurden die Zellen mit einem Fluoreszenzmikroskop untersucht.

Ergebnisse: Die kultivierten IPE und RPE Zellen bildeten nach vier Wochen einen geschlossenen Zellverband aus und wiesen ihre differenzierte Pigmentierung auf. Nach Inkubation mit den Antikörpern gegen Fibronektin, Laminin und Kollagen I konnte bei beiden Zelltypen positive Fluoreszenz beobachtet werden. IPE Zellen zeigten jedoch im Gegensatz zu RPE Zellen keine Fluoreszenz nach Markierung mit Anti-Kollagen IV .

Schlußfolgerung: Immunzytochemisch konnte die Expression von Fibronektin, Laminin und Kollagen I sowohl bei IPE als auch bei RPE Zellen gezeigt werden.

Kollagen IV wurde nur bei RPE Zellen nachgewiesen. Der Einfluß dieser Ergebnisse auf die Integration der transplantierten Zellen in den Subretinalraum sollte in vivo untersucht werden.

Augenklinik der RWTH Aachen, Pauwelsstr. 30, D-52057 Aachen



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